Zum 01. September 2019 bilden die Kirchengemeinden St. Aldegundis & St. Stephanus einen Sendungsraum

Bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde unter Kardinal Höffner vor einem bevorstehenden Priestermangel gesprochen. Obwohl die Anzahl der in der Kirche tätigen Priester ein aus unserer heutigen Sicht paradiesisches Ausmaß angenommen hatte, bemerkte man mit Sorge, dass die Anzahl der Weihen langsam aber stetig zurückging. So wurden in den 80 er Jahren die ersten Gemeinden zusammengelegt. Kapläne, die bislang in nahezu jeder Gemeinde die Jugend betreuten, waren keine Selbstverständlichkeit mehr. Zum Ausgang des 20. Jahrhunderts war bereits klar, dass es bei diesen Zusammenlegungen nicht bleiben konnte. Um dem weiterhin steigenden Priestermangel entgegenzuwirken, wurden Kirchengemeindeverbände mit dem Zweck gegründet, dass die hierin zusammengeschlossenen Gemeinden miteinander kooperieren sollten. Wunschziel dieses Prozesses war die Fusion der betreffenden Gemeinden, die zum heutigen Zeitpunkt noch längst nicht in allen Bereichen unseres Bistums erfolgt ist. Das Wachsen des Priestermangels war aus unterschiedlichsten Gründen jedoch nicht aufzuhalten. Kardinal Meisner versuchte dem Problem entgegenzuwirken, in dem er in unserem Bistum Priester des neokatechumenalen Weges einsetzte und Geistliche aus dem Ausland anwarb. Ein Teil der ausländischen Priester lernte die deutsche Sprache schnell und integrierte sich, so dass sie problemlos in den Pfarreien unseres Bistums eingesetzt werden konnten. Der anderer Teil der Priester scheiterte jedoch; sei es, weil sie sich die nötigen sprachlichen Fähigkeiten nicht aneignen konnten, sei es weil sie mit der Mentalität der hiesigen Menschen nicht zurechtkamen. Kardinal Woelki entschied sich derweil für einen neuen Weg: der Schaffung von Sendungsräumen. In einem Sendungsraum bleiben die bisherigen Gemeindestrukturen erhalten; das heißt, jede Gemeinde hat ihren eigenen Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand und behält somit ihre eigene Verwaltungsstruktur. Lediglich die Seelsorgerinnen und Seelsorger werden unter der Leitung eines Pfarrers für alle Gemeinden ernannt. In unserem Fall werden ab dem 1. September die Kirchengemeinden St. Aldegundis mit den Ortsteilen Hitdorf, RheindorfSüd und Rheindorf-Nord und St. Stephanus mit den Ortsteilen Wiesdorf, Bürrig und Küppersteg in einem Sendungsraum mit 8 Kirchen und knapp 20.000 Katholiken in einem Sendungsraum zusammengefasst. Das neue Gebilde reicht im Westen von Leverkusen von der Grenze der Stadt Köln im Süden bis zur Grenze der Stadt Monheim im Norden. Diese Zusammenfassung verhindert jedoch nicht den zunehmenden Priesterschwund. Das Erzbistum Köln prognostiziert, dass in rund 5 Jahren für unseren Sendungsraum nur noch zwei Priester zur Verfügung stehen werden. Wir müssen diese Zeit also nutzen, um uns für die Zukunft so aufzustellen, dass die nötigen pastoralen Aufgaben zufriedenstellend erledigt werden können. Hierzu sind der gute Wille und die Bereitschaft zur Mithilfe eines jeden Gläubigen erforderlich. Unsere Kirche kann in der Zukunft nur noch dann und dort blühen, wo möglichst viele Menschen mithelfen, den Glauben erlebbar zu machen und Gemeindeleben mitzugestalten. Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger bitten daher um ihre aktive Mithilfe. Wir freuen uns auf eine vielfältige Kirche, die von den unterschiedlichsten Ideenträgern vorangebracht wird und hoffen auf Ihr Gebet.

Peter Beyer, Pfarrer

Zusatzinformation zum Seelsorgeteam für den neuen Sendungsraum:

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger der Gemeinden St. Aldegundis mit den Ortsteilen Hitdorf, Rheindorf-Süd und Rheindorf-Nord und St. Stephanus mit den Ortsteilen Wiesdorf, Bürrig und Küppersteg werden unter der Leitung von Pfarrer Beyer für alle Gemeinden des neuen Sendungsraums ernannt.

Aus der Gemeinde St. Aldegundis sind das Pfarrer Peter Beyer, Kaplan Sebastian Anrady, Diakon Christian Engels, Gemeindereferent Antonino Rizza, Pastoralreferentin Judith Schellhammer, Diakon Herbert Schoennagel und Verwaltungsleiterin Christa Ring.

Aus der Gemeinde St. Stephanus sind das Pfarrer Dr. Antoine Cilumba Cimbumba Ndayango, Kaplan Tomasz Wojciechowski, Gemeindereferentin Petra Koch, Diakon Thomas Wentz, Pater Francis Mallya, Pastoralreferent Franz-Josef Ostermann und Verwaltungsleiterin Katja Schauen.

Proklamandum für die Pfarrei St. Stephanus zur Beurlaubung von Pfarrer Hirsch

Proklamandum für die Pfarrei St. Stephanus, Stadtdekanat Leverkusen

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Seelsorgeteam sowie in den Gruppen und Gremien,

liebe Angestellte in der Pfarrei St. Stephanus in Leverkusen,

wie Sie bereits wissen, hatte Herr Pfarrer Hirsch den Erzbischof gebeten, ihn zum 1. September 2019 von seinem Amt als Pfarrer der Kirchengemeinde St. Stephanus zu entpflichten und gleichzeitig eine Zeit zur persönlichen Reflexion zu geben, was ihm vom Erzbischof auch gewährt wurde. Mittlerweile hat Pfarrer Hirsch dem Erzbischof allerdings mitgeteilt, dass er bereits jetzt zur Entscheidung gekommen ist, nicht mehr als Priester tätig sein zu wollen. Daraufhin hat Herr Kardinal Woelki ihn mit sofortiger Wirkung beurlaubt und ihm die hierfür vorgesehene Frist von vier Wochen gewährt, um den Entschluss noch einmal zu überdenken. Sofern auch nach Ablauf der vier Wochen Pfarrer Hirsch bei seiner Entscheidung bleibt, wird er vom priesterlichen Dienst suspendiert.

Auch wenn der Erzbischof die Entscheidung von Pfarrer Hirsch respektiert, so bedauert er diesen Schritt sehr. Er dankt Pfarrer Hirsch für seinen langjährigen priesterlichen Dienst im Erzbistum Köln und als Pfarrer an Ihrer Pfarrei und wünscht ihm für seine weitere Zukunft Gottes Segen.

Stadtdechant Msgr. Heinz-Peter Teller wird für die Zeit bis zum 31. Juli das Amt des Pfarrverwalters (Vertreter des beurlaubten Pfarrers) und danach im August das Amt des Pfarrverwesers (vorübergehender Leiter der Pfarrei bei Vakanz der Pfarrerstelle) in Ihrer Pfarrei übernehmen, bevor am 1. September 2019 – wie bereits entschieden – Pfarrer Peter Beyer als leitender Pfarrer des neuen Sendungsraumes die Verantwortung übernehmen wird.

Im Namen unseres Erzbischofs danken wir Ihnen allen an dieser Stelle ausdrücklich für Ihr Engagement. Wir bitten Sie herzlich, weiterhin gemeinsam mit dem Seelsorgeteam in Ihrer Pfarrei die Pastoral zu gestalten und wünschen Ihnen von Herzen Gottes Segen.

Mit freundlichen Grüße

Ursula Zöller

Stv. Hauptabteilungsleitung Seelsorge-Personal

Priesterweihe und Primiz von Tomasz Wojciechowski

Priesterweihe und Primiz von Tomasz Wojciechowski

Seit nunmehr fast zwei Jahren ist Tomasz Wojciechowski als Mitglied des Pastoralteams bei uns tätig und mit seinem Engagement und Einsatz vielen ans Herz gewachsen. Nachdem wir ihn letztes Jahr zu seiner Diakonenweihe in den Altenberger Dom begleiten durften, ist es nun soweit: Am Freitag, 28. Juni 2019 wird er von unserem Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki im Kölner Dom gemeinsam mit sechs Mitbrüdern durch Handauflegung und Gebet zum Priester geweiht. Die Priesterweihe beginnt um 16 Uhr. Alle Mitglieder, Freundinnen und Freunde der Gemeinde sind herzlich dazu eingeladen.

Am Sonntag dann feiert der – dann – Neupriester seine Primiz hier bei uns: Um 11 Uhr findet ein Festgottesdienst statt (der auch alle anderen Gottesdienste unserer Gemeinde an diesem Sonntag ersetzt). Viele Chorsängerinnen und Chorsänger haben sich darauf vorbereitet, Messdienerinnen und Messdiener kommen von allen Kirchorten dazu, viele freuen sich auf dieses Fest.

Der Gottesdienst endet mit dem Primizsegen, und dann bitten wir zum Weiterfeiern in die Wiesdorfer Bürgerhalle, wohin uns die Wiesdorfer St. Sebastianus – Schützenbruderschaft einlädt – klar, hier gehören dann gemeinsam essen und trinken, dasein und feiern engzur gottesdienstlichen Feier dazu. Auch hierzu noch einmal ganz herzliche Einladung (und schon jetzt herzlichen Dank an alle, die hier vorbereiten und gestalten)!

Prof. Dr. Lothar Schneider ist verstorben

Der aus Wiesdorf stammende und zuletzt hier lebende Ruhestandsgeistliche, der vielen Leverkusenern und weit darüber hinaus gut bekannt gewesen ist, obwohl sein berufliches Wirken ihn durch ganz Deutschland und in viele Länder der Welt geführt hat, ist unerwartet im Alter von 80 Jahren verstorben.

Er wurde am 27. August 1938 in Leverkusen geboren und am 31. Januar 1964 zum Priester geweiht. Nach seiner Priesterweihe war er zunächst als Kaplan an Hl. Dreifaltigkeit in Düsseldorf- Derendorf und ab Oktober 1967 an Herz Jesu in Bonn-Lannesdorf eingesetzt. Ab August 1969 wurde er zur Promotion freigestellt und wirkte darüber hinaus als Krankenhausseelsorger im St. Joseph Krankenhaus in Leverkusen-Wiesdorf. Im Januar 1980 erfolgte die Ernennung zum Subsidiar zur besonderen Verfügung des Stadtdechanten im Stadtdekanat Leverkusen. Danach war er ab Dezember 1983 zur Übernahme einer Professur an der Universität in Regensburg freigestellt. Am 1. März 2003 trat er in den Ruhestand.

Die Exequien werden am Dienstag, dem 14. Mai 2019, um 11.15 Uhr in St. Josef in Leverkusen-Manfort gefeiert. Die Beisetzung wird auf dem dortigen Friedhof erfolgen.

Wir gedenken des Verstorbenen in Dankbarkeit und schließen ihn in unser Gebet ein. Er ruhe in Frieden und möge Leben finden in der Herrlichkeit unseres Herrn.


TRI-O MOBIL – Unsere Offene Jugendarbeit in Leverkusen Wiesdorf, Bürrig und Küppersteg jetzt auch auf Rädern

Neben Tri-O 11 (früher „Mittenmang“) und Tri-O 67 (früher „KiJu Christus König) konnten wir am Samstag, 13. April mit unserem Tri-O Mobil eine neue Dimension unserer Offenen Jugendarbeit einweihen – Sie treffen das Mobil jetzt immer mal wieder unter den Leverkusener Stelzen und am LaGa-Park.

„Kommen Sie und staunen Sie!“ – Werfen Sie einen Blick auf unser neues Gefährt, aber vor allem: Begegnen Sie den Menschen und ihren Ideen, die es betreiben… Schon mal einen kleinen Preview erhalten? Hier!

St. Stephanus und St. Aldegundis: Ein neuer Sendungsraum entsteht

St. Stephanus und St. Aldegundis: Ein neuer Sendungsraum entsteht

Kardinal Woelki, Erzbischof von Köln, hat eine Entscheidung zur Zukunft der Kirchengemeinden St. Aldegundis und St. Stephanus getroffen:
Die weiterhin selbständigen Kirchengemeinden St. Aldegudnis und St. Stephanus werden ab 1. September 2019 als Sendungsraum von einem gemeinsamen Pastoralteam unter Leitung von Pfarrer Peter Beyer begleitet.

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